In der Ferne nichts zu holen: Gators mit Losses in Neuenburg.

Manche Spieltage sind ein wenig wie ein Ticket für die Geisterbahn. Schon vorher weiß man über den Grusel Bescheid und man ist froh, wenn es vorbei ist. So oder so ähnlich kann man die Reisen nach Neuenburg am Rhein beschreiben. Einige Spieler der Gators sind nun schon zum wiederholten Male im tiefsten Südwesten der Republik (400km einfach) gegen die Atomics angetreten und selten gab es bei diesem erstklassigen Gegner für die Gäste etwas zu holen. So auch diesmal für die Gators.

Mit einem vollbesetzten Kader haben die Gators gegen fast jeden Gegner in der Liga schon enge Partien abgeliefert, aber in der zweiten Saisonhälfte müssen die Gators allzu oft auf ihre zweite Reihe zurückgreifen. Speziell auf der Pitcher- und Catcherposition haben die Gators dann Probleme. Speziell, wenn der Gegner so diszipliniert an der Platte agiert wie die Hausherren. In beiden Spielen konnten die Atomics den Gators-Werfer (Hihler im Spiel eins und Mommer im Spiel zwei) mit guten Hits und geduldigen At-Bats (Schlagchancen des Schlagmanns) bereits im ersten Inning das Spiel aufzwingen.

Im Spiel eins stand es deshalb nach dem ersten Inning bereits 0:8. Hihler fand danach wieder besser ins Spiel, aber zu diesem Zeitpunkt ging es bereits um Schadensbegrenzung. Mit 0:13 ging das erste Spiel nach sieben Innings an die Breisgauer. Positiv bleibt der Kurzeinsatz von Steffen König als Pitcher, der das Spiel mit einem Inning zu Null beendete.

Das zweite Spiel verlief nach demselben Schema. Die Atomics holten sich früh und deutlich die Führung (0:14 nach zwei Innings) und konnten einen nie gefährdeten Sieg nach Hause spielen. Im letzten Inning gelang den Gators wenigstens noch durch Mommer der Ehrenpunkt: Endstand 1:16. In der Offensive erreichte an diesem Spieltag nur Robert „Ic“ Vojnic Betriebstemperatur und zeigte mit zwei Hits und drei Walks eine starke Leistung.

Den Gators ist bewusst, dass diese Phase der Saison wohl die Schwierigste ist. Kurz vor dem Saisonende und mit gefülltem Lazarett müssen nacheinander die Spitzenteams der Liga überwunden werden. Aber noch hat man zwei Siege Vorsprung auf den siebten Platz.

Am Sonntag steht nun der nächste dicke Brocken ins Haus: Die Heidenheim Heideköpfe 2 sind zu Gast und diese müssen ihrerseits auf einige Spieler verzichten, denn ihre erste Mannschaft spielt an diesem Tag das Finale um die deutsche Meisterschaft (Game 2).