Mommer pitcht Gators zum Sieg gegen Göppingen. Defensive verliert zweites Spiel.

Am Samstag wollten die Baseballer des FC Haunstetten wieder etwas für das Siegkonto im Abstiegskampf tun. Mit dem Tabellenfünften Göppingen Green Sox hatte man das Team zu Gast, welches in der Tabelle direkt vor den Gators steht. Nach zwei desolaten Niederlagen im Hinspiel hatten die Gators noch eine Rechnung offen und wollten wieder zeigen, dass sie nicht nur gegen die Kellerkinder punkten können. Max Mommer war es, der im ersten Spiel des Tages für den Sieg der Gators sorgte. Im zweiten Spiel konnte die Defensive die Gators nicht im Spiel halten, obwohl die Offensive dreimal so viele Punkte erzielte wie im ersten Spiel.

Für diesen Samstag hatte sich Max Mommer eine seiner besten Leistungen im Gators-Trikot aufgespart. Zwar konnte ihm der Angriff der Green Sox in den ersten beiden Innings (Spieldurchgänge) drei Punkte abringen, aber danach zog Mommer die Zügel an. Sechs Innings in Folge ließ er keinen Punkt der Gäste zu und gab der Offensive der Gators die Chance das Spiel zu gewinnen. Diese hatte ihrerseits Schwierigkeiten gegen Gästewerfer Daniel Ameel Punkte aufs Tableau zu bringen. Sieben Innings lang lief man einem Rückstand hinterher. Erst im achten Inning platzte der Knoten. Fünf Singles (Schläge die das Erreichen der ersten Base ermöglichen) in Folge von Max Mommer, Gianluca Nuzzaci, Andreas Rucker, Fabio Zazzaretta und Max Stadler, machten aus einem 2:3 Rückstand eine 6:3 Führung. Im letzten Inning des Spiels kamen die Gäste nochmal mit viel Druck und verkürzten auf 6:5. Aber Fabio Zazzaretta warf als Catcher den Läufer, der für den Ausgleich stand, beim Stealversuch (Vorrücken einer Base ohne Schlag) aus und sicherte so den sechsten Sieg der Augsburger in dieser Spielzeit.

Spiegelbildlich zu Spiel eins zeigte sich das zweite Spiel. Während das Pitching und die Feldverteidigung der Gators die gute Leistung aus Spiel eins nicht wiederholen konnte, mühte sich die Offensive mit dem Gegner mitzuhalten. Die Gäste aus Göppingen konnten in jedem Inning, bis auf das sechste mindesten drei Punkte nach Hause bringen und standen schon kurz davor das Spiel vorzeitig zu gewinnen. Die Gators brauchten ihre Zeit, um sich auf den Werfer der Gäste einzustellen. Nur wenige Hits gelangen zu Beginn des Spiels, aber mit seinem zweiten Homerun der Saison setzte Diyango deJesus ein Zeichen, dass die Gators noch nicht geschlagen sind. Mit 5:18 gingen die Gators in den fünften Schlagdurchgang. Vier Punkte waren nötig um die Gators im Spiel zuhalten und die Ten-Run-Rule zu vermeiden (Spielabbruch, wenn eine Mannschaft zwei Durchgänge vor Schluss mehr als 10 Punkte Vorsprung hat). Mit einem Triple besorgte Robert Vojnic genau das. Mit dieser Initialzündung machten sich die Gators in den folgenden zwei Innings daran den Rückstand weiter zu verkürzen. Die Gäste legten nochmal drei Punkte durch einen Homerun von Julian Hirsch nach. Aber auch die Gators setzten zum Schlussspurt an. Vier Punkte gelangen im vorletzten Inning. Im letzten Durchgang sah man sich aber immer noch mit acht Punkten im Rückstand. Die Gators bissen sich nochmal zurück ins Spiel und fünf Punkte wurden über die Platte gebracht. Hits von Steffen König und David Zazzaretta sorgten dafür, dass mit zwei Aus noch der Tying Run (Punkt zum Ausgleich) zum Schlag geschickt wurde. Aber mehr war nicht mehr drin. Die Gators hatten ihr Glück aufgebraucht und mussten sich letztendlich 18:21 geschlagen geben.

Wichtig war trotzdem der Sieg in Spiel eins. Mit fünf Siegen mehr als der Tabellenletzte Karlsruhe und zwei Siegen mehr als der Tabellensiebte (und nächster Gegner) ist der Klassenerhalt in greifbarer Nähe. Grund zur Freude bot auch die herausragende Leistung des 15-jährigen Fabio Zazzaretta. Ein Spiel als Catcher und das zweite Spiel mit seiner Premiere auf der anspruchsvollen Shortstop-Position zeigte seinen Wert in der Defensive. Und in der Offensive führte er an diesem Tag auch die Gators mit sechs Hits in zwei Partien an. So geht man zuversichtlich in das Auswärtsspiel am Samstag gegen die Nagold Mohawks.