Verrückter Gators-Doppelsieg mit gewaltigem Comeback

Nach der indiskutablen Leistung der Bundesliga Gators am letzten Spieltag in Göppingen konnten die Augsburger an diesem Wochenende Wiedergutmachung leisten. Mit den Gästen aus Nagold kam einer der Konkurrenten um den Klassenerhalt nach Augsburg und die Hausherren konnten zwei Siege einfahren. Diese wurden aber nicht ohne eine gehörige Portion Drama und Spannung gesichert.

Im ersten Spiel stellte Coach Max Mommer im Gegensatz zu den bisherigen Partien auf der Pitcherposition (Werfer) um. Der oft glücklose Andre Hihler wurde nun von Mommer selbst abgelöst und wie lohnend dieser Wechsel sein würde zeigte sich in beiden Spielen. Mommer legte eine glänzende Leistung als Werfer hin und ließ die Gäste von den Nagold Mohawks kaum Chancen ins Spiel zu kommen. Insgesamt legte er sieben hervorragende Innings (Durchgänge) hin, in denen er und seine tadellose Verteidigung nur einen einzigen Punkt der Gäste zuließ. Währenddessen lief der Angriffsmotor der Gators auf Hochtouren. Mit insgesamt 20 Hits (Treffern am Schlag) hatten die Gators kein Problem mit den Gästewerfern und so konnte man das erste Spiel frühzeitig mit 23:1 für sich entscheiden.

Den Gators war klar, dass nach so einem deutlichen Sieg im ersten Spiel, alles andere als ein zweiter Sieg im zweiten Spiel als eine herbe Enttäuschung gelten würde. Unter diesem Druck litt das Spiel der Hausherren deutlich. Weder konnte man an das Offensiv-Feuerwerk aus dem ersten Spiel anknüpfen, noch stand die Verteidigung oder das Pitching. Mit bangen Blicken mussten die Fans zusehen wie sich die Gäste immer mehr Vorsprung erarbeiteten. Vor dem letzten Durchgang stand es mit 7:15 denkbar schlecht um die Siegchancen der Baseballer des FC Haunstetten. Andre Hihler hatte sie als Einwechselwerfer zuletzt noch im Spiel gehalten, aber nun lag es an der Offensive die Niederlage abzuwenden: Acht Punkte Rückstand sind auch im Baseball eine Welt.

Aber plötzlich kam der Gatorsangriff ins Rollen. Andreas Rucker schlug die ersten zwei Punkte herein, aber kurz darauf hatte man schon zwei Aus gegen sich stehen. Aber mit dem Rücken zur Wand verweigerten die Gators den Gästen das entscheidende dritte Aus. Hits von Robert Vojnic und Diyango DeJesus verkürzten weiter auf 12:15. Zudem versagten den Gästen in der Defense die Nerven. Sei es der durch Regen nasse Boden oder die drei Verletzungen, die sie bis dahin verdauen mussten: Aber mehrfach gelang ihnen nicht der letzte entscheidende Wurf zum Sieg. Und so war es schließlich Andre Hihler der durch einen Schlag hinter den Thirdbaseman (Spieler an der dritten Base) den Ausgleich nach Hause schlug. Bei dem anschließenden Versuch Hihler auf den Bases Aus zu spielen landete der Ball durch einen schlechten Wurf weit im Outfield (Außenbereich des Feldes) und Hihler gelang es noch im selben Spielzug zum gefeierten Siegpunkt nach Hause zu kommen. Hit zum Ausgleich, Siegpunkt erzielt und selbst den Win als Werfer eingesackt. Die Gators konnten ihr Glück kaum fassen: 16:15

Mit drei Siegen und drei Niederlagen sind die Gators nun wieder im Soll und hoffen am nächsten Sonntag beim Heimspiel gegen die Neuenburg Atomics mit ihren Fans im Rücken wieder Siege einfahren zu können.

Foto: Peter Lazs